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Digitale Helfer für Senioren: Apps und Geräte für mehr Sicherheit

09.08.2025 16 Min. Lesezeit Tools
Digitale Helfer für Senioren: Apps und Geräte für mehr Sicherheit

Digitale Helfer für Senioren: Apps und Geräte für mehr Sicherheit

Die Pflege älterer Menschen wird immer anspruchsvoller, besonders in Deutschland, wo die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2030 auf 3,5 Millionen steigen könnte. Digitale Lösungen wie Notfall-Apps, GPS-Tracker, Medikamenten-Apps und Smart-Home-Systeme bieten praktische Unterstützung, erhöhen die Sicherheit und entlasten Angehörige. Seit 2022 können Pflegebedürftige bis zu 53 € monatlich für digitale Pflegeanwendungen erstattet bekommen.

Wichtige digitale Lösungen:

  • GPS-Tracker: Schutz vor dem Verlaufen, Live-Ortung, Geofencing und SOS-Funktionen.

  • Medikamenten-Apps: Erinnerungen, Rezeptverwaltung, Nachfüllwarnungen und Zugriff für Angehörige.

  • Smart-Home-Technologien: Automatische Beleuchtung, intelligente Türschlösser, Sturzerkennung und Sprachassistenten.

Diese Technologien fördern Selbstständigkeit und Sicherheit, während sie die Belastung von Pflegekräften reduzieren. Dank finanzieller Unterstützung durch Pflegekassen sind viele dieser Lösungen erschwinglich.

Notfall-Apps und GPS-Tracker für Demenzpatienten

Menschen mit Demenz haben oft ein erhöhtes Risiko, sich zu verlaufen oder in gefährliche Situationen zu geraten. Hier können GPS-Tracker und Notfall-Apps eine enorme Unterstützung bieten. Sie erhöhen nicht nur die Sicherheit der Betroffenen, sondern entlasten auch Angehörige und Pflegekräfte.

Diese Technologien gibt es in verschiedenen Formen, wie persönliche GPS-Tracker, Smartwatches, Schuhsohlen, Anhänger oder Schlüsselanhänger. Sie helfen dabei, Stresssituationen für Pflegende zu minimieren.

Ein eindrucksvolles Beispiel: Ein 73-jähriger Alzheimerpatient konnte am Weihnachtstag rechtzeitig gefunden werden, da sein Demenz-Tracker den Rettungsdienst alarmierte und koordinierte.

Wichtige Funktionen von Notfall-Apps und GPS-Geräten

Moderne GPS-Tracker sind mit zahlreichen Funktionen ausgestattet, die das Leben von Betroffenen und deren Angehörigen erleichtern. Dazu gehören:

  • Live-Ortung: Zeigt in Echtzeit, wo sich die Person befindet.

  • Geofencing: Virtuelle Sicherheitszonen können eingerichtet werden. Verlässt die Person diese Zone, wird automatisch eine Warnung verschickt.

  • SOS-Knopf: Ermöglicht es, in einer Notsituation schnell Hilfe zu rufen.

  • Sturzerkennung: Erkennt Stürze und alarmiert automatisch Angehörige.

  • Bidirektionale Kommunikation: Erlaubt direkte Gespräche zwischen Betroffenem und Pflegeperson.

Ein Beispiel für die praktische Anwendung: Manche Tracker ermöglichen es, den SOS-Knopf sogar durch eine Hemdschicht zu drücken – ideal für Menschen mit eingeschränkter Kraft. Auch die Sturzerkennung ist besonders nützlich. Hier wird der Sturz einer Person registriert und die Pflegeperson wird sofort informiert.

Einige Geräte gehen noch weiter und bieten proaktive Warnungen bei ungewöhnlichem Verhalten, Lautsprecher für direkte Kommunikation und eine detaillierte Bewegungsverfolgung.

Für Angehörige von Demenzpatienten haben wir spezielle Tipps und Strategien für die häusliche Betreuung zusammengestellt.

Kosten und Erstattungsmöglichkeiten

Neben den technischen Vorteilen spielen auch die Kosten eine Rolle. GPS-Tracker für Demenzpatienten haben nicht nur Anschaffungskosten, sondern auch laufende Mobilfunkgebühren. Die Preise variieren stark: Während einfache Modelle ab 50 € erhältlich sind, können GPS-Uhren deutlich teurer sein und teilweise bis zu 500€ kosten.

Die Mobilfunkkosten hängen vom Anbieter ab. Hier hilft ein Vergleich der Anbieter vorab, um unnötige Kosten zu vermeiden.

GPS-Tracker können als technische Hilfsmittel von Pflegekassen anerkannt werden, wenn ihr Nutzen nachgewiesen wird. Allerdings gibt es im Gegensatz zu Hausnotrufsystemen keine festen Preisvereinbarungen mit den Pflegekassen – die Kostenübernahme wird individuell geprüft.

Ein Urteil des Landessozialgerichts (Az: L 16 KR 182/18) vom 17. September 2019 stellte klar, dass GPS-Systeme mit Alarmfunktion und Ortung ein Grundbedürfnis nach Mobilität für Menschen mit Demenz abdecken. Dieses Urteil kann bei Anträgen auf Kostenübernahme hilfreich sein.

Für die Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse ist ein ärztliches Rezept erforderlich, das den Bedarf und Nutzen des Geräts klar beschreibt. Einige Notfall-Apps sind kostenlos, jedoch können Zusatzfunktionen wie automatische Benachrichtigungen kostenpflichtig sein.

Medikamenten-Apps und digitale Pillendosierer

Digitale Helfer sind aus der Pflege nicht mehr wegzudenken, und Medikamenten-Apps bilden hier keine Ausnahme. Gerade für Senioren und ihre Angehörigen können sie den Alltag erheblich erleichtern. Denn die korrekte Einnahme von Medikamenten stellt oft eine große Herausforderung dar. Studien zeigen, dass unregelmäßige Einnahme zu Fehlern und gesundheitlichen Risiken führt.

Doch moderne Medikamenten-Apps bieten weit mehr als nur Erinnerungsfunktionen. Ein Beispiel: Die Caspar Health App verzeichnet über 500.000 aktive Nutzer und wird mit 4,7 Sternen im Google Play Store bewertet. Eine andere App, LifeBonus, zeigt laut einer Nutzerbefragung, dass Pflegekräfte ihre Effizienz um 30 % steigern und ihr Stresslevel um 25 % senken konnten. Diese Apps bieten vielseitige Funktionen, die nicht nur die Medikamenteneinnahme sicherer machen, sondern auch den Pflegealltag erleichtern.

Funktionen und Vorteile

Bei der Auswahl einer Medikamenten-App sollten Senioren und ihre Angehörigen auf folgende Funktionen achten:

  • Personalisierte Erinnerungen: Push-Benachrichtigungen, E-Mails oder SMS, die individuell einstellbar sind.

  • Rezeptverwaltung: Einfache Eingabe und Anpassung von Medikamentenplänen.

  • Flexible Einnahmepläne: Möglichkeit, Dosen zu verschieben, auszulassen oder zu wiederholen.

  • Medikamentenerkennung: Scanner-Funktion zur Identifizierung und Abgleichung mit Verschreibungen.

  • Nachfüllwarnungen: Integration mit Apotheken für rechtzeitige Medikamentenbeschaffung.

  • Einnahmehistorie: Zugriff auf frühere Einnahmedaten.

  • Zugang für Angehörige: Pflegekräfte und Familienmitglieder können die Einnahme überwachen.

  • Kopplung mit Geräten: Automatische Dosiserfassung durch smarte Geräte.

Diese Funktionen sorgen nicht nur für eine bessere Medikamenteneinhaltung, sondern reduzieren auch Fehler und Überdosierungen. Gleichzeitig wird die Belastung von Pflegekräften spürbar gesenkt.

Datenschutz und Kompatibilität

Neben der Funktionalität steht der Schutz sensibler Gesundheitsdaten im Vordergrund. In Deutschland werden Daten verschlüsselt auf Servern der Telematikinfrastruktur gespeichert. Nur der Patient, der verschreibende Arzt und die Apotheke haben Zugriff. Nutzer können Zugriffsrechte selbst verwalten und E-Rezepte löschen. Apps wie Medisafe erfüllen internationale Sicherheitsstandards, sind sowohl HIPAA- als auch GDPR-konform und geben keine personenbezogenen Daten weiter.

Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, sollten Nutzer starke Passwörter verwenden und, wenn möglich, biometrische Authentifizierung aktivieren. Funktionen wie die Verwaltung verbundener Geräte und regelmäßige Systemprüfungen helfen zudem, manipulierte Betriebssysteme zu erkennen.

Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen

Ein weiterer Vorteil: Viele dieser Apps werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), die im Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gelistet sind, erfüllen strenge Anforderungen an Benutzerfreundlichkeit, Datenschutz und nachweisbare gesundheitliche Vorteile. Für Versicherte sind diese Apps kostenfrei.

Der Prozess zur Kostenübernahme ist einfach:

SchrittBeschreibung
RezeptEin Arzt oder Psychotherapeut stellt ein DiGA-Rezept (Muster 16) aus.
EinreichungDer Versicherte reicht das Rezept bei der Krankenkasse ein.
RezeptcodeDie Krankenkasse prüft den Versichertenstatus und erstellt einen Rezept- und QR-Code.
App-ZugangDer Versicherte lädt die App herunter und gibt den Rezeptcode ein oder scannt den QR-Code.
AbrechnungDie Krankenkasse rechnet direkt mit dem App-Hersteller ab.

So wird es Senioren und ihren Angehörigen leicht gemacht, von den Vorteilen digitaler Helfer zu profitieren, ohne sich um zusätzliche Kosten sorgen zu müssen.

Smart Home Lösungen für die Sicherheit von Senioren

Smart Home Technologien verwandeln Wohnräume in sichere und unterstützende Umgebungen für Senioren. Diese Systeme bieten weit mehr als nur Komfort – sie schaffen ein Sicherheitsnetz, das es älteren Menschen ermöglicht, länger unabhängig in ihrem Zuhause zu leben. Besonders in Deutschland, wo die Zahl der über 65-Jährigen bis 2050 voraussichtlich um 41 % auf 24 Millionen ansteigen wird, gewinnen solche Lösungen zunehmend an Bedeutung.

Durch die Integration solcher Technologien wird nicht nur die Arbeitsbelastung für Pflegekräfte reduziert, sondern auch die Kommunikation und das Sicherheitsgefühl der Bewohner verbessert. Nachfolgend werden zentrale Funktionen beschrieben, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sind.

Wichtige Smart Home Funktionen für Senioren

Moderne Smart Home Systeme bieten zahlreiche Funktionen, die den Alltag von Senioren erleichtern. Besonders beliebt sind Sprachassistenten, die vielseitige Einsatzmöglichkeiten bieten: Sie helfen dabei, Erinnerungen zu setzen, Einkaufslisten zu erstellen, Fragen zu beantworten, Familienmitglieder anzurufen, Timer zu stellen und andere Geräte im Haushalt zu steuern.

Beleuchtungssysteme, die sich automatisch an die Tageszeit anpassen, minimieren das Risiko von Stürzen in dunklen Bereichen. Bewegungsmelder sorgen dafür, dass Lichter automatisch angehen, wenn jemand vorbeigeht – ideal für nächtliche Wege, etwa ins Badezimmer.

Intelligente Türschlösser bieten flexible Zugangsmöglichkeiten und automatische Verriegelung, was sowohl die Sicherheit als auch die Bequemlichkeit erhöht. Leckage-Detektoren überwachen kontinuierlich auf Wasserschäden und senden bei Problemen sofortige Warnungen, um größere Schäden zu vermeiden. Außenkameras ermöglichen es, das Grundstück zu überwachen und Besucher oder Bewegungen zu registrieren.

Grundlegende Sicherheitssysteme, ausgestattet mit Sensoren, lösen Alarme aus, wenn Türen oder Fenster geöffnet werden. Diese Systeme können so eingestellt werden, dass sie zwischen bekannten Personen und möglichen Eindringlingen unterscheiden. Experten betonen, dass solche Technologien den Alltag sicherer und angenehmer gestalten.

Benutzerfreundlichkeit und Installation

Bei Smart Home Lösungen für Senioren steht die einfache Bedienung im Vordergrund. Systeme sollten intuitiv über Sprachbefehle oder einfache Touch-Bedienung steuerbar sein. Viele Geräte lassen sich unkompliziert ohne aufwendige Verkabelung installieren und nutzen vorhandene WLAN-Netzwerke.

Auch bestehende Mobilitätshilfen können durch smarte Technologien ergänzt werden, um kostengünstige Verbesserungen zu erzielen. Ergotherapeuten können dabei helfen, passende Lösungen auszuwählen, da sie die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Senioren genau einschätzen können.

Familien können die Einführung solcher Systeme schrittweise gestalten, etwa mit einem Sprachassistenten beginnen und das System nach und nach erweitern. Diese modulare Herangehensweise erleichtert die Eingewöhnung und verhindert Überforderung. Neben der einfachen Installation spielt der Datenschutz eine zentrale Rolle.

Datenschutz und Sicherheit

Eine deutsche Studie, die von Februar bis März 2018 durchgeführt wurde, zeigt die Vorteile solcher Technologien: 37 Mieter mit Smart Home Lösungen fühlten sich sicherer in ihren Wohnungen (Durchschnittswert 1,55 auf einer Skala, bei der 1 "stimme voll zu" bedeutet) im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne diese Technologien (Durchschnittswert 2,38). Zu den untersuchten Systemen zählten Hausnotrufsysteme, visuelle Türklingeln und Orientierungslichter.

Für optimalen Schutz und einfache Nutzung sollten Geräte mit starker Verschlüsselung gewählt werden, die gleichzeitig auf die individuellen Bedürfnisse der Senioren abgestimmt sind. Diese Kombination trägt maßgeblich zur Sicherheit und Selbstständigkeit bei.

Darüber hinaus ermöglicht die Technologie eine frühzeitige Erkennung von Gefahren, wie Stürzen oder anderen Notfällen, und sorgt in kritischen Situationen für schnelle Reaktionen. So werden Smart Home Lösungen zu einem wichtigen Bestandteil für das Wohlbefinden und die Sicherheit älterer Menschen.

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Kostenübernahme für digitale Pflegeanwendungen (DiPA)

Pflegebedürftige in Deutschland können finanzielle Unterstützung für digitale Pflegeanwendungen (DiPAs) erhalten, die ihnen den Alltag erleichtern und ihre Selbstständigkeit fördern. Die Pflegekassen übernehmen dabei einen Großteil der Kosten, was besonders für Familien, die Angehörige zuhause pflegen, eine spürbare Entlastung bedeutet. Doch was genau sind DiPAs und wie funktioniert die Beantragung? Hier ein Überblick.

Was sind DiPAs und wer kann sie nutzen?

DiPAs sind digitale Anwendungen, die über eine App oder Webplattform zugänglich sind. Sie bieten nicht nur Informationen, sondern auch praktische Unterstützung im Pflegealltag. Ziel ist es, Angehörige zu entlasten, die häusliche Pflege zu stabilisieren und den Pflegebedarf langfristig zu reduzieren. Rund 4 Millionen Menschen mit anerkanntem Pflegegrad können diese Anwendungen nutzen, sofern sie zuhause oder in betreuten Wohngemeinschaften gepflegt werden. Voraussetzung ist eine Prüfung und Zulassung der Anwendung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Falls Sie noch keinen Pflegegrad haben, erfahren Sie in unserem detaillierten Leitfaden, wie Sie erfolgreich einen Pflegegrad beantragen.

Nur Anwendungen, die vom BfArM geprüft und in das DiPA-Verzeichnis aufgenommen wurden, können von den Pflegekassen erstattet werden.

Wie läuft die Antragstellung ab?

Um die Kostenübernahme zu beantragen, wenden sich Pflegebedürftige oder ihre Angehörigen direkt an die Pflegekasse. Nach der Antragstellung erfolgt eine Testphase von maximal sechs Monaten, in der geprüft wird, ob die Anwendung regelmäßig genutzt wird und ihren Zweck erfüllt. Fällt die Bewertung positiv aus, wird die Genehmigung dauerhaft erteilt.

Ein Blick in das DiPA-Verzeichnis des BfArM vor der Antragstellung ist empfehlenswert, um sicherzustellen, dass die gewünschte Anwendung erstattungsfähig ist. Zusätzlich können Leistungen beantragt werden, die die Nutzung der DiPA erleichtern, wie beispielsweise Schulungen oder technische Unterstützung.

Welche Kosten werden übernommen?

Seit Januar 2024 übernehmen die Pflegekassen bis zu 53 € monatlich für DiPAs und ergänzende Unterstützungsleistungen. Dieser Betrag kann flexibel zwischen der Anwendung selbst und zusätzlichen Services aufgeteilt werden. Sollten die Gesamtkosten höher sein, müssen die Pflegebedürftigen die Differenz selbst tragen. Die Höhe der Erstattungsbeträge wird individuell zwischen dem GKV-Spitzenverband und den Herstellern der DiPAs ausgehandelt.

LeistungsartMaximale ErstattungBesonderheiten
DiPA-AnwendungBis zu 53 € monatlichMuss im DiPA-Verzeichnis gelistet sein
Ergänzende ServicesTeil der 53 € monatlichUnterstützung bei der Nutzung der DiPA
EigenanteilÜber 53 € hinausgehende KostenDifferenz, die selbst getragen werden muss

Einen vollständigen Überblick über alle Pflegeleistungen und deren Kosten für 2025 finden Sie in unserem Kostenratgeber. Pflegebedürftige aller Pflegegrade (1 bis 5) können die Unterstützung entweder über die App ihrer Pflegekasse oder über entsprechende Antragsformulare beantragen. Neben digitalen Apps gibt es auch klassische Pflegehilfsmittel, die von der Krankenkasse übernommen werden können.

Wie MeinPflegefinder digitale Pflegelösungen einfacher macht

Die Suche nach geeigneten Anbietern für digitale Pflegelösungen kann für Angehörige schnell zur Herausforderung werden. MeinPflegefinder sorgt dafür, dass dieser Prozess unkomplizierter wird. Die Plattform vermittelt gezielt Pflegeanbieter, die digitale Hilfsmittel in ihre Leistungen integriert haben. Mit nur wenigen Klicks können Familien Anbieter finden, die moderne Technologien in der Pflege nutzen. Unsere kostenlose Checkliste hilft Ihnen dabei, im Erstgespräch die richtigen Fragen zu digitalen Pflegelösungen zu stellen.

Suche und Kontaktaufnahme leicht gemacht

Mit MeinPflegefinder wird die Suche nach Pflegeanbietern deutlich einfacher. Nutzer können gezielt nach Standort und Pflegeart filtern – ein großer Vorteil für diejenigen, die Anbieter mit digitalen Lösungen suchen. Ob ambulante Pflege, Altenpflege oder Palliativpflege: Die Plattform deckt verschiedene Bereiche ab. Anbieter, die digitale Unterstützung wie Apps zur Medikamentenverwaltung, technologische Lösungen in der Wundversorgung oder Mobilitätstraining mit digitaler Begleitung nutzen, sind leicht auffindbar. Nach der Suche können Familien direkt Kontakt aufnehmen, um Fragen zu klären oder weitere Details zu den digitalen Angeboten zu erfahren – das spart Zeit und Mühe.

Umfassende Anbieterprofile für klare Entscheidungen

Die Anbieterprofile auf MeinPflegefinder liefern alle wichtigen Informationen, um eine gut informierte Entscheidung treffen zu können. Jedes Profil gibt genaue Einblicke in die angebotenen Services. Diese Transparenz erleichtert es, den passenden Pflegedienst mit den gewünschten digitalen Lösungen zu finden. Bei der Auswahl des richtigen Pflegedienstes sollten Sie auch die Qualifikationen und Erfahrungen mit digitalen Technologien berücksichtigen.

Fazit: Die richtige Wahl digitaler Hilfsmittel für die Seniorenpflege

Die Auswahl digitaler Hilfsmittel sollte immer an die individuellen Bedürfnisse älterer Menschen angepasst werden. In Deutschland sind mehr als 22 % der Bevölkerung 65 Jahre oder älter, und der Markt für intelligente Pflegeausrüstung wächst rasant. Familien haben heute mehr Möglichkeiten denn je, um technologiegestützte Pflege optimal zu gestalten.

Ein entscheidender Faktor ist die Berücksichtigung der kognitiven und körperlichen Fähigkeiten der Senioren. Die Geräte und Anwendungen müssen leicht zu bedienen sein und sollten durch Schulungen ergänzt werden, um die digitale Kompetenz zu fördern. Studien zeigen, dass ältere Menschen oft selbstbewusster werden, wenn sie die Vorteile moderner Technologien erkennen.

Auch die Kosten spielen eine wichtige Rolle. Die Ausgaben sollten in einem sinnvollen Verhältnis zum langfristigen Nutzen stehen. In Deutschland bietet das DiPA-System (Digitale Pflegeanwendungen) wertvolle Unterstützung. Durch staatliche Zuschüsse können Investitionen in Technologien wie Sturzerkennung, Ferndiagnose oder Medikamentenmanagement erleichtert werden.

Technische Aspekte wie Benutzerfreundlichkeit und zuverlässiger Support sind ebenfalls entscheidend. Die Integration in bestehende Systeme und der reibungslose Einsatz im Alltag stehen dabei im Vordergrund. Mobilitätshilfen und Fernüberwachungsgeräte machen aktuell über 60 % des Marktanteils für intelligente Pflegegeräte aus.

Digitale Lösungen tragen nicht nur zur Sicherheit bei, sondern fördern auch die soziale Teilhabe. Dies spiegelt sich in der hohen Akzeptanz wider. Die Verbindung zu Gesundheitsdienstleistern und die Unterstützung durch Angehörige erleichtern die Nutzung digitaler Technologien. Bereits 57,10 % der Internetnutzer in Deutschland verwenden digitale Technologien für gesundheitsbezogene Zwecke, und 88,56 % sehen die Digitalisierung als zentral für die zukünftige Gesundheitsversorgung.

Für die praktische Einführung empfiehlt es sich, mit bekannten Anwendungen zu starten, klare Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu nutzen und Sicherheitsfragen, wie etwa die Vergabe starker Passwörter, aktiv anzugehen. Verbesserungen bei der Barrierefreiheit, wie größere Schriftarten und leicht verständliche Symbole, erhöhen die Bedienbarkeit.

Die richtige Kombination aus Apps, Geräten und unterstützenden Maßnahmen kann Senioren mehr Unabhängigkeit und Sicherheit bieten. Mit Notfall-Apps, Medikamentenverwaltungs-Lösungen und Smart-Home-Technologien können ältere Menschen länger in ihrem gewohnten Umfeld bleiben, während Angehörige die Sicherheit haben, dass alles gut organisiert ist.

FAQs

Welche Unterstützung bietet die Pflegekasse bei der Finanzierung digitaler Pflegehilfsmittel?

In Deutschland haben Senioren die Möglichkeit, von der Pflegekasse monatlich bis zu 53,00 € für digitale Pflegeanwendungen erstattet zu bekommen, sofern sie einen entsprechenden Antrag stellen. Zusätzlich gibt es spezielle Förderprogramme für Pflegeeinrichtungen, die Zuschüsse von bis zu 12.000,00 € pro Einrichtung bereitstellen. Ziel dieser finanziellen Unterstützung ist es, den Einsatz moderner Technologien im Pflegealltag zu erleichtern und weiter voranzubringen.

Wie kann ich sicherstellen, dass meine Gesundheitsdaten in Medikamenten-Apps sicher sind?

Um sicherzustellen, dass Ihre Gesundheitsdaten in Medikamenten-Apps geschützt sind, sollten Sie darauf achten, dass die App die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einhält. Überprüfen Sie, ob die Datenschutzerklärung klar und verständlich ist und ob moderne Verschlüsselungstechnologien zum Einsatz kommen.

Nutzen Sie ausschließlich Apps von vertrauenswürdigen Anbietern, die ihre Sicherheitsmaßnahmen offenlegen. Bewertungen und Empfehlungen von Fachorganisationen können Ihnen dabei helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen. So bleiben Ihre sensiblen Daten sicher.

Worauf Sie bei einem GPS-Tracker für Demenzpatienten achten sollten

Wenn Sie einen GPS-Tracker für Demenzpatienten auswählen, gibt es einige wichtige Punkte, die Sie berücksichtigen sollten.

Der Tragekomfort spielt eine große Rolle, da das Gerät oft und über längere Zeit getragen wird. Es sollte bequem sein und den Alltag der Person nicht beeinträchtigen.

Essenzielle Funktionen wie Live-Tracking, Geofence-Alarme, ein SOS-Knopf und die Sturzerkennung können in Notfällen entscheidend sein, um schnell Hilfe zu leisten. Diese Features bieten sowohl den Patienten als auch den Angehörigen ein zusätzliches Sicherheitsgefühl.

Eine einfache Bedienung ist ebenfalls ein Muss. Das Gerät sollte sowohl für die betroffene Person als auch für Angehörige oder Betreuer leicht verständlich und intuitiv zu handhaben sein.

Zuletzt ist der Datenschutz ein zentraler Aspekt. Der Tracker sollte den strengen deutschen Datenschutzrichtlinien entsprechen, um sicherzustellen, dass persönliche Informationen geschützt bleiben.

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