Hausnotruf – Definition & Bedeutung

Aktualisiert: 17.07.2026 · Pflege-Glossar

Der Hausnotruf gibt alleinlebenden pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen Sicherheit: Ein Knopfdruck auf den Funksender am Handgelenk oder um den Hals genügt, um jederzeit Hilfe zu rufen – auch wenn das Telefon unerreichbar ist, etwa nach einem Sturz.

So funktioniert der Hausnotruf

  • Basisstation – wird an Telefonleitung oder Mobilfunk angeschlossen und hat eine Freisprechfunktion für die ganze Wohnung.
  • Funksender – wasserdichtes Armband oder Halskette mit Notrufknopf, auch unter der Dusche tragbar.
  • Notrufzentrale – rund um die Uhr besetzt; sie spricht mit der betroffenen Person und alarmiert je nach Lage Angehörige, den Bereitschaftsdienst oder den Rettungsdienst.
  • Zusatzoptionen – Schlüsselhinterlegung, Sturz- und Rauchsensoren, tägliche Sicherheitsmeldung (privat zu zahlen).

Kosten und Kostenübernahme

Der Hausnotruf ist als Pflegehilfsmittel anerkannt. Die Pflegekasse übernimmt ab Pflegegrad 1 die Kosten des Basispakets in Höhe von 25,50 € pro Monat, wenn die pflegebedürftige Person überwiegend allein lebt oder Mitbewohner im Notfall keine Hilfe holen könnten.

Tipp – Antrag über den Anbieter: Die meisten Hausnotruf-Anbieter erledigen den Antrag bei der Pflegekasse für Sie. Vergleichen Sie vorher die Preise für Zusatzleistungen – das Basispaket ist bei Kostenübernahme durch die Pflegekasse in der Regel ohne Eigenanteil erhältlich.

Der Hausnotruf ist oft ein Baustein, mit dem ambulante Pflege zu Hause länger möglich bleibt – gerade in Kombination mit einem Pflegedienst und wohnumfeldverbessernden Maßnahmen.

Häufig gestellte Fragen

Ein Hausnotruf besteht aus einer Basisstation und einem Funksender, der als Armband oder Halskette getragen wird. Per Knopfdruck wird eine rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale erreicht, die je nach Situation Angehörige, einen Bereitschaftsdienst oder den Rettungsdienst alarmiert. Der Hausnotruf gilt als Pflegehilfsmittel.
Ja. Ab Pflegegrad 1 übernimmt die Pflegekasse für alleinlebende Pflegebedürftige (oder wenn die Mitbewohner im Notfall nicht helfen können) die Kosten des Basispakets mit 25,50 € monatlich. Zusatzleistungen wie Schlüsselhinterlegung oder Sturzsensoren müssen privat gezahlt werden.
Der Antrag läuft über die Pflegekasse. Viele Anbieter (z. B. Wohlfahrtsverbände oder private Hausnotrufdienste) übernehmen die Antragstellung komplett. Nach der Bewilligung installiert der Anbieter das Gerät – in der Regel innerhalb weniger Tage.

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