Pflege-Glossar
In der Welt der Pflege begegnen Ihnen viele Fachbegriffe: Pflegegrad, Behandlungspflege, Verhinderungspflege, Entlastungsbetrag. Unser Pflege-Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe kurz und verständlich, damit Sie sich sicher im Pflege-Dschungel zurechtfinden.
Für ausführliche Informationen zu einzelnen Themen besuchen Sie unseren Pflege-Ratgeber.
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24-Stunden-Pflege bezeichnet die Betreuung durch eine im Haushalt lebende Betreuungskraft – tatsächlich eine Alltagsbegleitung, keine durchgehende Pflege rund um die Uhr.
A
Alltagsbegleiter unterstützen pflegebedürftige Menschen bei Alltagsaktivitäten wie Einkaufen, Spaziergängen oder Behördengängen – finanzierbar über den Entlastungsbetrag.
Ambulante Pflege bezeichnet die pflegerische Versorgung von pflegebedürftigen Menschen in ihrer häuslichen Umgebung durch professionelle Pflegedienste.
Außerklinische Intensivpflege ist die dauerhafte Versorgung schwerstkranker Menschen mit hohem medizinischem Überwachungsbedarf – etwa bei Beatmung – außerhalb des Krankenhauses.
B
Behandlungspflege umfasst medizinische Pflegemaßnahmen wie Wundversorgung, Injektionen oder Medikamentengabe, die ärztlich verordnet werden.
D
Ein Dekubitus (Druckgeschwür) ist eine Haut- und Gewebeschädigung durch anhaltenden Druck, die vor allem bei bettlägerigen Menschen auftritt.
Demenz ist eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns mit Verlust von Gedächtnis- und Alltagsfähigkeiten – der häufigste Grund für Pflegebedürftigkeit in Deutschland.
E
Der Entlastungsbetrag ist eine zweckgebundene monatliche Leistung von 131 € für alle Pflegegrade zur Finanzierung von Entlastungsangeboten.
G
Grundpflege umfasst die alltägliche Unterstützung bei Körperpflege, Ernährung und Mobilität, die nicht ärztlich verordnet werden muss.
H
Hauskrankenpflege ist die medizinische und pflegerische Versorgung im häuslichen Umfeld, verordnet vom Arzt als Alternative zum Krankenhausaufenthalt.
Ein Hausnotruf ist ein Notrufsystem für zu Hause, mit dem alleinlebende Pflegebedürftige per Knopfdruck rund um die Uhr Hilfe rufen können – ab Pflegegrad 1 bezuschusst.
K
Die Kombinationsleistung verbindet Pflegesachleistung und Pflegegeld: Wer das Sachleistungsbudget nur teilweise nutzt, erhält anteilig Pflegegeld ausgezahlt.
Kurzzeitpflege ist eine zeitlich befristete vollstationäre Pflege – etwa nach einem Krankenhausaufenthalt – für bis zu 8 Wochen pro Jahr.
M
Der Medizinische Dienst (MD, früher MDK) begutachtet im Auftrag der Pflegekassen die Pflegebedürftigkeit und empfiehlt den Pflegegrad.
N
Nachtpflege ist eine teilstationäre Versorgungsform, bei der Pflegebedürftige nachts in einer Einrichtung betreut werden und tagsüber zu Hause leben.
P
Palliativpflege begleitet schwerstkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase mit dem Ziel, Schmerzen zu lindern und Lebensqualität zu erhalten.
Eine Pflege-WG ist eine ambulant betreute Wohngemeinschaft, in der mehrere Pflegebedürftige zusammenleben und gemeinsam von einem Pflegedienst versorgt werden.
Pflegebedürftigkeit liegt vor, wenn die Selbständigkeit gesundheitlich bedingt dauerhaft beeinträchtigt ist (§ 14 SGB XI) – die Grundlage für jeden Pflegegrad.
Pflegeberatung ist eine kostenlose, individuelle Beratung zu Pflegeleistungen und -organisation, auf die Pflegebedürftige und Angehörige gesetzlichen Anspruch haben.
Pflegegeld ist eine monatliche Geldleistung der Pflegeversicherung für Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2, die von Angehörigen gepflegt werden.
Ein Pflegegrad (1–5) beschreibt das Ausmaß der Beeinträchtigung der Selbständigkeit und bestimmt den Umfang der Pflegeleistungen.
Pflegehilfsmittel sind Geräte und Verbrauchsmaterialien zur Erleichterung der häuslichen Pflege, die von der Pflegekasse finanziert werden.
Die Pflegekasse ist der Träger der gesetzlichen Pflegeversicherung. Sie ist bei jeder Krankenkasse angesiedelt und entscheidet über Pflegegrade und Leistungen.
Eine Pflegeperson ist jemand, der einen Pflegebedürftigen nicht erwerbsmäßig mindestens 10 Stunden pro Woche pflegt und dafür sozialversichert wird.
Pflegesachleistungen sind Pflegeeinsätze eines ambulanten Pflegedienstes, die die Pflegekasse ab Pflegegrad 2 direkt mit dem Dienst abrechnet.
Pflegestufen (0–III) waren das alte Einstufungssystem bis 2016. Seit 2017 wurden sie durch die 5 Pflegegrade ersetzt.
Ein Pflegetagebuch dokumentiert den täglichen Pflegeaufwand und ist die wichtigste Vorbereitung auf die MD-Begutachtung zur Pflegegrad-Einstufung.
Ein Pflegevertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen Pflegebedürftigem und Pflegedienst, einschließlich Leistungsumfang und Kosten.
S
Ein Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) ist eine ambulante Spezialeinrichtung für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen, Behinderungen oder chronischen Erkrankungen.
Eine Sozialstation ist eine gemeinnützige Einrichtung der ambulanten Pflege, oft getragen von Kirchen, Wohlfahrtsverbänden oder Kommunen.
Stationäre Pflege bezeichnet die dauerhafte pflegerische Versorgung in einem Pflegeheim, wenn ambulante Pflege nicht mehr ausreicht.
T
Tagespflege ist eine teilstationäre Versorgungsform, bei der Pflegebedürftige tagsüber in einer Einrichtung betreut werden und abends nach Hause zurückkehren.
V
Verhinderungspflege ist eine Ersatzpflege, wenn die reguläre Pflegeperson wegen Urlaub, Krankheit oder sonstiger Gründe verhindert ist.
W
wir pflegen e.V. ist die bundesweite Interessenvertretung pflegender Angehöriger in Deutschland mit Beratungs-, Vernetzungs- und Lobbyarbeit.
Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen sind Umbauten wie ein barrierefreies Bad oder ein Treppenlift, die die Pflegekasse mit bis zu 4.180 € je Maßnahme bezuschusst.
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