Nachtpflege – Definition & Bedeutung

Aktualisiert: 17.07.2026 · Pflege-Glossar

Nachtpflege ist eine teilstationäre Versorgungsform: Die pflegebedürftige Person wird abends in eine Pflegeeinrichtung gebracht, dort betreut und versorgt – und kehrt morgens nach Hause zurück. Sie ergänzt die häusliche Pflege und ist das nächtliche Pendant zur Tagespflege.

Leistungen und Finanzierung

Für Tages- und Nachtpflege stellt die Pflegekasse ein eigenes Budget bereit, das nicht auf Pflegegeld oder Pflegesachleistung angerechnet wird:

Pflegegrad Budget Tages-/Nachtpflege pro Monat
Pflegegrad 2 721 €
Pflegegrad 3 1.357 €
Pflegegrad 4 1.685 €
Pflegegrad 5 2.085 €

Abgedeckt sind die pflegebedingten Kosten inklusive Betreuung und Fahrdienst. Für Unterkunft und Verpflegung fällt ein Eigenanteil an, der über den Entlastungsbetrag bezuschusst werden kann.

Tipp bei Demenz: Nachtpflege ist besonders wertvoll, wenn Menschen mit Demenz einen gestörten Tag-Nacht-Rhythmus haben. Die Angehörigen kommen wieder zu erholsamem Schlaf – oft die Voraussetzung dafür, die häusliche Pflege überhaupt fortführen zu können.

Nachtpflegeplätze sind seltener als Tagespflegeplätze und werden meist von Einrichtungen angeboten, die beide Formen kombinieren. Eine Pflegeberatung hilft bei der Suche nach Angeboten in Ihrer Region.

Häufig gestellte Fragen

Nachtpflege ist eine teilstationäre Pflegeform: Pflegebedürftige verbringen die Nacht in einer Pflegeeinrichtung und werden dort betreut, tagsüber leben sie zu Hause. Sie ist das Gegenstück zur Tagespflege und richtet sich vor allem an Menschen mit nächtlichem Betreuungsbedarf – etwa bei Demenz mit gestörtem Tag-Nacht-Rhythmus.
Ab Pflegegrad 2 übernimmt die Pflegekasse die pflegebedingten Kosten bis zu den gleichen Höchstbeträgen wie bei der Tagespflege (Pflegegrad 2: 721 €, Pflegegrad 3: 1.357 €, Pflegegrad 4: 1.685 €, Pflegegrad 5: 2.085 € monatlich). Dieses Budget besteht zusätzlich zu Pflegegeld und Pflegesachleistung.
Vor allem für Menschen mit Demenz, die nachts unruhig sind oder umherwandern, sowie für Pflegebedürftige, die nachts häufig Unterstützung brauchen. Pflegende Angehörige können so wieder durchschlafen und die häusliche Pflege langfristig durchhalten. Das Angebot ist allerdings deutlich seltener als Tagespflege.

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